Vor dem Hintergrund der großen Abhängigkeit Deutschlands von Energierohstoffimporten sowie der Energiewende-Zieltrias für Treibhausgasminderungen, erneuerbare Energien und Energieeffizienz verfolgt die internationale energiepolitische Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Ziel, weltweit vertrauensvolle und auf Dauer angelegte Energiebeziehungen zu Partnerländern aufzubauen.

Neben den formalisierten Energiepartnerschaften der Bundesregierung ermöglicht der hochrangige aber nicht formalisierte Energiedialog einen regelmäßigen Austausch beider Regierungen sowie anderer Institutionen und Stakeholders zu zentralen energiepolitischen Fragestellungen, gemeinsamen Herausforderungen und Fragestellungen und schafft eine Ebene zur Identifizierung potentieller Synergien und Kooperationsfelder.

Die Energiewende ist ein wichtiger Bestandteil der Außenwahrnehmung der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Der Energiedialog trägt somit wesentlich auch in Australien zu ihrer Stärkung bei. Des Weiteren adressiert der Energiedialog die Anliegen des Privatsektors, um geeignete Marktstrukturen für den Ausbau erneuerbarer Energien und zur Verbreitung energieeffizienter Technologien zu unterstützen.

Die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer unterstützt, unter Leitung von adelphi consult, das BMWi bei der Umsetzung des Energiedialogs mit Australien. Beide Länder unterhalten bereits sehr gute politische und wirtschaftliche Beziehungen und besitzen ein großes Potenzial für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Verbesserung der Energieeffizienz.

Australien importiert bis zu 80% seiner jährlichen Energieträger ins Ausland und hat großes Potential Qatar bis zum Jahr 2020 als weltweit größten Produzenten von LNG abzulösen. Australien und Deutschland können seit Jahren energiepolitische Zusammenarbeit vorweisen und verfolgen auch weiterhin das Ziel, im energiepolitischen Dialog relevante Erfahrungen auszutauschen und neue Ebenen der energiepolitischen Zusammenarbeit zu entwickeln.
Schwerpunkte der deutsch-australischen Zusammenarbeit könnten unter anderem Green-IT-Services, Integration von erneuerbaren Energiequellen bei der Planung von städtischer Infrastruktur oder Technologien und Dienstleistungen zur Produktivitätssteigerung und Kosteneinsparung im Rohstoffsektor sein.

Die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer ist die lokale Anlaufstelle für deutsche und australische Marktakteure und fördert aktiv die Verzahnung der vielfältigen Aktivitäten in Deutschland und Australien. Im Rahmen des Energiedialoges plant die AHK Australien diverse energiepolitische Veranstaltungen und Expertenworkshops und wirkt bei der Planung und Umsetzung hochrangiger Delegationsreisen aus Australien nach Deutschland mit.

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